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Praxistipp
Der U-Wert: Was er über Ihr Fenster verrät
Beim Fensterkauf sollten Sie neben vielen anderen Faktoren auch auf den U-Wert achten. Doch was sagt dieser Wert eigentlich aus, und wann darf man von einem guten U-Wert sprechen? Hier die Antworten in Ruhe erklärt.
Was ist der Wärmedurchgangskoeffizient?
Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert, dient dazu, die Wärmeverluste eines Hauses zu berechnen. Sobald zwischen zwei Seiten eines Bauteils ein Temperaturunterschied besteht, findet ein Wärmeaustausch statt. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch einen Bauteil wie ein Fenster oder eine Wand nach außen abgegeben wird. Vereinfacht gesagt: Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmkraft und desto geringer die Wärmeverluste.
Was den U-Wert bestimmt
Besonders niedrig ist der U-Wert bei natürlichen Baustoffen wie Nadelhölzern (0,13 W/m²K), Laubhölzern (0,18 W/m²K) oder Mauerziegeln (0,23 W/m²K). Diese Materialien eignen sich gut zur Wärmedämmung. Einen hohen U-Wert haben dagegen Stoffe wie Acrylglas (5,3 W/m²K) oder Eisen (60 W/m²K). Die Einheit W/m²K bedeutet „Watt pro Quadratmeter und Kelvin“. Eng damit verbunden ist der Lambda-Wert, das Maß der Wärmeleitfähigkeit. Er zeigt, wie gut oder schlecht ein Material Wärme leitet. Dämmstoffe haben einen niedrigen Lambda-Wert, gut leitende Stoffe wie Beton einen hohen. Der Gegenspieler ist der Wärmedurchlasswiderstand R: Je höher er ausfällt, desto besser die Dämmwirkung. Für Fenster und Türen sind also Stoffe mit hohem Widerstand gefragt.
Warum der U-Wert nur eine Momentaufnahme ist
Der U-Wert hängt vor allem von der Beschaffenheit des Baumaterials ab, von seiner Dicke, seiner Wärmeleit- und Speicherfähigkeit. Auch Verarbeitung und Witterung spielen mit. Streng genommen gilt der Wert nur unter stationären Bedingungen, also bei gleichbleibenden Innen- und Außentemperaturen. Da sich Abkühlung und Erwärmung im Alltag abwechseln und weitgehend ausgleichen, lässt sich der U-Wert trotzdem gut annähern.
Der U-Wert beim Fenster
Fenster gelten oft als Schwachstelle eines Hauses. Zu Unrecht, denn hier gibt es große Unterschiede. Eingeschlossene Luft- oder Gaskammern zwischen den Scheiben wirken als Wärmepuffer. Ein einfach verglastes Fenster liegt bei rund 5,3 W/m²K, eine Zweifachverglasung schon bei etwa 1,3 W/m²K. Eine Dreifachverglasung, heute der Wohnstandard, erreicht Werte bis 0,8 W/m²K und darunter. Beim Fenster unterscheidet man drei Werte: den Uf-Wert für den Rahmen, den Ug-Wert für die Verglasung und den Uw-Wert für das gesamte Fenster. Ein niedriger U-Wert spart Ihnen später spürbar Heizenergie. Genau darauf achten wir in unserem Werk in Einöde bei jedem Fenster. Auf uns ist Verlass, ein Fensterleben lang.
Welcher U-Wert für Ihr Zuhause der richtige ist, rechnen wir Ihnen gern in Ruhe vor
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